Neumanns Café Berlin: Warum die eigene Sauerteig-Bäckerei am Boxhagener Platz Friedrichshains bestes Frühstück serviert
Wahres Bäckerhandwerk schmeckt man ab dem ersten Bissen: In der Gabriel-Max-Straße 18 zeigt das Neumanns jeden Morgen, welche Strahlkraft ein Frühstück entfaltet, wenn das langzeitfermentierte Sauerteigbrot aus der eigenen Backstube stammt – begleitet von pochierten Bio-Eiern auf jungem Blattspinat, spanischer Kartoffel-Tortilla, gerösteten Pekannüssen, französischem Ziegenkäse und Espresso der Berliner Kaffeemanufaktur Andraschko.

Langzeitfermentierter Sauerteig aus der eigenen Bäckerei mit dunkler, krachender Kruste und saftig-offener Krume.
Samtige Karotten-Süßkartoffel-Creme mit gerösteten Pekannüssen, Saaten, Schnittlauch & mildem Ziegenkäse-Taler.
Bohnen der Berliner Andraschko Kaffeemanufaktur – dichter Mikro-Schaum und nussig-schokoladiger Espresso.
Vom frühen Espresso um 8 Uhr über den ausgedehnten Brunch bis zum Naturwein am Donnerstag- bis Samstagabend.
1. Handwerk aus der eigenen Backstube: Wo großer Geschmack beim Sauerteig beginnt
Wer in Berlin-Friedrichshain frühstücken geht, hat die Wahl zwischen unzähligen Cafés rund um den Boxhagener Platz. Doch während viele Orte auf kurzlebige Show-Effekte setzen, geht das Neumanns in der Gabriel-Max-Straße 18 den ehrlichen Weg: Während das Team sein Handwerk mit sympathischem Berliner Understatement („…am Ende ist es nur Brot“) beschreibt, schmeckt man ab dem ersten Bissen, wie viel Hingabe in jedem einzelnen Laib steckt.
Sobald das erste Edelstahl-Tablett auf dem Holztisch steht, versteht man die feine Ironie hinter diesem Satz. Denn im Neumanns ist Brot keine Nebensache, sondern das Fundament einer eigenen handwerklichen Sauerteig-Bäckerei. Über viele Stunden kalt geführt und kräftig ausgebacken, bringt jede Scheibe jene dunkel karamellisierte, krachende Kruste mit, die beim Anschneiden hörbar splittert, während die großporige Krume im Inneren saftig, elastisch und fein säuerlich bleibt.
Auf unserem ersten Tablett zeigt sich diese Qualität ohne Umwege: Zwei auf den Punkt pochierte Bio-Eier ruhen auf warmem, leicht gestampftem Kartoffelpüree und glänzendem jungem Blattspinat über einer dicken Scheibe geröstetem Sauerteigbrot. Beim Anstechen verbindet sich das flüssige, goldgelbe Eigelb mit dem Spinat und der herzhaften Brotkruste. Dazu werden zwei weitere knusprige Scheiben Hausbrot, zimmerwarme Butter, dunkelrote Fruchtkonfitüre im Porzellanschälchen, ein Wildkräutersalat mit gerösteten Sonnenblumenkernen, frisch gepresster Orangensaft und ein Cappuccino serviert.
„Wenn das Sauerteigbrot aus der eigenen Backstube so viel Charakter auf den Teller bringt, braucht es kein Chichi – nur gute Butter, ein perfekt pochiertes Ei und ehrliches Handwerk.“
2. Spanische Kartoffel-Tortilla, blättriges Butter-Croissant & dreierlei Sauerteig
Wer zu zweit am Tisch sitzt, sollte unbedingt ein zweites Tablett danebenstellen, das Herzhaftes und französische Backkunst verbindet. Im Mittelpunkt steht hier eine goldbraun gebackene spanische Kartoffel-Tortilla: innen saftig geschichtet und mild-würzig, obenauf garniert mit fein gehobelten Radieschenscheiben und knackigen Cornichons, die mit ihrer frischen Säure einen präzisen Kontrapunkt setzen.
Direkt daneben liegt ein kupfergoldenes Butter-Croissant, dessen hauchdünne, blättrige Teigschichten schon beim Aufbrechen leise knistern. Begleitet wird das Ensemble von drei dick geschnittenen, auf den Punkt gerösteten Sauerteigscheiben, zweierlei Konfitüre, Butter, einem knackigen Marktsalat mit Kirschtomate und einem Glas frisch gepresstem Orangensaft.

3. Die Stullen-Kunst: Karotten-Süßkartoffel-Creme, geröstete Pekannüsse, Chèvre & Andraschko Kaffee
Wer wissen möchte, warum die Berliner Stulle im Neumanns längst Kultstatus genießt, findet die Antwort auf dem dritten Teller: Eine kräftige Scheibe dunkles Natursauerteigbrot ist dick und wellenförmig mit einer leuchtend orangefarbenen, samtig aufgeschlagenen Karotten-Süßkartoffel-Creme bestrichen. Darüber sorgen geröstete Pekannüsse, heller Sesam, grob geschrotete Gewürzsaaten und fein geschnittener Schnittlauch für nussigen Biss und aromatische Tiefe.
Direkt auf dem gesprenkelten Keramikteller ruht daneben ein cremiger französischer Ziegenweichkäse-Taler (Chèvre), verfeinert mit einem Hauch Olivenöl und Blütenhonig, sowie ein knackiger Blattsalat mit einer im Ganzen geschmorten jungen Karotte und gerösteten Sonnenblumenkernen. In den Tassen dazu: Ein Cappuccino aus Bohnen der Berliner Kaffeemanufaktur Andraschko und ein großer Keramikbecher mit frischem Zitronen-Minz-Aufguss.

4. Vom Frühstück zur Weinbar: Ein Friedrichshainer Kiez-Kosmos in drei Kapiteln
Was das Neumanns in der Gabriel-Max-Straße 18 weit über Friedrichshain hinaus besonders macht, ist seine durchdachte Dreiteilung über den Tag hinweg. Im Café wird täglich von 09:00 bis 17:00 Uhr gefrühstückt; von Donnerstag bis Samstag verwandelt sich derselbe Raum ab 18:30 bis 23:00 Uhr in eine warm beleuchtete Weinbar, in der ausgewählte Weine auf kleine Teller und natürlich das eigene Sauerteigbrot treffen.
Für alle, die morgens schon ab 08:00 Uhr unterwegs sind oder auf dem Weg durch den Kiez nur einen präzise gezogenen Espresso und ein warmes Croissant mitnehmen möchten, ist das „Um die Ecke“ täglich von 08:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Und wer sich einen ganzen Laib des berühmten Natursauerteigbrots für das eigene Frühstück nach Hause holen will, steht von Mittwoch bis Freitag ab 08:00 Uhr direkt vor der eigenen Bäckerei. Am Ende ist es eben doch weit mehr als nur Brot – es ist gelebte Berliner Nachbarschaftskultur.
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