
Schon beim ersten Blick auf die Platten wird deutlich: Bei KOKIO geht es nicht um ein einzelnes Stück Chicken. Hier kommen verschiedene Portionen zusammen – einige mit klassischen Pommes, andere mit Süßkartoffel-Pommes, alle mit reichlich knusprigem Hähnchen und Sauce.
Die Auswahl beginnt mit einer Frage, die den ganzen Charakter des Essens bestimmt: Welche Sauce darf es sein?
Zur Wahl stehen unter anderem Soy Garlic, Soy Wasabi, Spicy Sour, Super Spicy und Sweet Chili. Wer den ursprünglichen Crunch ganz ohne Sauce erleben möchte, kann Crispy Original bestellen. Die Sauce kann das Chicken vollständig umhüllen oder separat zum Dippen serviert werden.
Wenn die Sauce auf den Crunch trifft
Das Chicken zeigt eine unregelmäßige, strukturierte Oberfläche – mit kleinen Rändern und Vertiefungen, in denen sich die glänzende Sauce sammelt. Dadurch wirkt jedes Stück auf der Platte optisch eigenständig.
Dazwischen wird das Fleisch von der knusprigen Hülle und der Glasur umrahmt. Genau diese Kombination aus unregelmäßiger Panade, glänzender Sauce und warmen Pommes prägt das Bild der servierten Platten.

Die Beilagen setzen optische Akzente: Klassische Pommes bringen die vertraute goldene Beilage auf den Tisch, während Süßkartoffel-Pommes für einen kräftigen orangefarbenen Kontrast sorgen. Laut Karte können alternativ auch Kimchi oder Coleslaw gewählt werden.
Wie Fried Chicken in Korea eine eigene Identität bekam
Frittiertes Hähnchen, wie wir es heute mit Südkorea verbinden, verbreitete sich dort besonders ab den 1960er- und 1970er-Jahren. Mit besserer Verfügbarkeit von Speiseöl entstanden neue Chicken-Restaurants und schließlich die ersten modernen koreanischen Fried-Chicken-Ketten.
In den 1980er-Jahren entwickelte sich daraus ein deutlich eigener Stil. Neben schlicht frittiertem Chicken wurde besonders Yangnyeom Chicken populär: knuspriges Hähnchen, das mit einer süßen, würzigen und häufig leicht scharfen Sauce überzogen wird.
Entscheidend ist dabei nicht nur die Sauce. Viele koreanische Zubereitungen arbeiten mit einer dünneren Panade und doppeltem Frittieren. Dadurch entsteht eine leichte, besonders knusprige Oberfläche, die auch unter einer großzügigen Glasur noch Struktur behält. KOKIO beschreibt ebenfalls das doppelte Frittieren als Grundlage seines Chicken-Crunchs. [KOKIO Berlin]
Aus dem Essen entwickelte sich zugleich eine moderne gesellige Tradition: Chimaek. Das Wort verbindet „Chicken“ mit „Maekju“, dem koreanischen Wort für Bier. Gemeint ist jedoch mehr als nur eine Getränkebegleitung. Chimaek steht für gemeinsame Abende, Gespräche und große Chicken-Platten, die in der Mitte stehen und miteinander geteilt werden. Koreanische Filme und Serien machten diese Esskultur später weltweit bekannt. [Korean Cultural Center]

Ein Stück moderner koreanischer Esskultur in Berlin
Genau dieses gemeinschaftliche Gefühl prägt die Bilder dieses Community-Besuchs. Mehrere Platten, verschiedene Saucen und zwei Arten von Pommes machen aus der Bestellung ein gemeinsames Essen, bei dem am Tisch geteilt wird.
KOKIO bringt diese koreanische Fried-Chicken-Kultur nach Prenzlauer Berg. Das Restaurant gibt auf seiner offiziellen Website an, frisch geliefertes, halal-zertifiziertes Hähnchen zu verwenden, seine Saucen selbst zuzubereiten und das Chicken doppelt zu frittieren. [KOKIO Berlin]
Glänzende Saucen, strukturierte Kruste und Pommes zum Teilen – ein Food-Moment aus der Speisely Community in Berlin-Prenzlauer Berg.
KOKIO Berlin
Hagenauer Straße 9, 10435 Berlin-Prenzlauer Berg
Dieser redaktionelle Beitrag basiert auf einem Besuch und Fotos aus der Speisely Community. Speisely war nicht selbst vor Ort. Der Beitrag gibt die visuellen Eindrücke der geteilten Fotos wieder und stellt keine Sternebewertung oder offizielle Restaurantbewertung dar. Fotocredit: Speisely Community.